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Der Häftling von Freida McFadden

 Nur er weiß, warum du hier bist...


Seiten: 340
Verlag: Bookouture
ISBN: 978-1805506423
Erschienen am: 5. Mai 2026
Preis: Kindle Unlimited
Genre: Thriller


Klappentext:

Es gibt drei Regeln, die Brooke Sullivan als neu eingestellte Pflegefachkraft im Hochsicherheitsgefängnis befolgen muss:

Behandle alle Insassen respektvoll.

Gib nie persönliche Informationen preis.

Freunde dich NIEMALS mit den Insassen an.

Aber niemand im Gefängnis ahnt, dass Brooke bereits all diese Regeln gebrochen hat. Niemand weiß von ihrer engen Verbindung zu Shane Nelson, einem der berüchtigtsten Häftlinge der Strafanstalt.

Und sie wissen definitiv nicht, dass Shane vor vielen Jahren Brookes Highschool-Freund war – der Star-Quarterback, der jetzt den Rest seines Lebens wegen einer Reihe blutiger Morde hinter Gittern verbringt. Oder dass es Brookes Aussage war, die sein Urteil besiegelt hat.

Aber Shane erinnert sich.

Und er wird es nicht so bald vergessen.

Rezension:

Brooke zieht mit ihrem Sohn Josh zurück in ihre Heimatstadt. Um schnell einen Job zu finden, nimmt sie eine Stelle als Pflegefachkraft in einem Hochsicherheitsgefängnis an. Dort kümmert sie sich um die medizinische Versorgung der Häftlinge und hofft gleichzeitig, niemals Shane Nelson zu begegnen. Dem Mann, der sie vor elf Jahren umbringen wollte. Während Brooke versucht, mit Josh wieder in ihrem alten Elternhaus anzukommen, taucht plötzlich auch Tim wieder auf, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, den sie seit ihrem Wegzug nicht mehr gesehen hat.

Meine Meinung:

Der Einstieg ins Buch hat mich direkt neugierig gemacht. Brooke beginnt ihren neuen Job in einem Hochsicherheitsgefängnis und allein diese Atmosphäre war sofort spannend. Besonders interessant fand ich dabei auch den medizinischen Bereich. Brooke kümmert sich um die Häftlinge, behandelt Verletzungen und versucht trotz der harten Bedingungen menschlich zu bleiben. Gerade diese Szenen wirkten teilweise richtig unangenehm und düster, zum Beispiel als jemand ohne Betäubung genäht werden sollte oder ein querschnittsgelähmter Häftling dringend eine spezielle Matratze brauchte. Man hat schnell gemerkt, dass Brooke ein gutes Herz hat und sich wirklich für andere einsetzt. Besonders spannend fand ich die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dadurch wollte ich die ganze Zeit wissen, was damals wirklich passiert ist. Die Vergangenheit hatte teilweise richtige Horrorfilm Stimmung. Dieses abgelegene Haus, das Gewitter, die Angst und das Gefühl, dass irgendwo ein Mörder unterwegs ist. Mich hat das stellenweise total an Freitag der 13. erinnert. Gleichzeitig war aber auch die Gegenwart extrem interessant, weil man ständig neue Hinweise bekommen hat.

Shane fand ich als Figur unglaublich interessant geschrieben. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit und die Szenen im Gefängnis wusste ich irgendwann selbst nicht mehr, was ich glauben soll. Genau das hat das Buch für mich so spannend gemacht. Ich habe ständig neue Theorien aufgestellt und irgendwann wirklich alles hinterfragt. Man wusste als Leser einfach nie, wem man vertrauen kann und was damals wirklich passiert ist. Auch Tim wurde unglaublich interessant geschrieben.

Die Autorin schafft es perfekt, ständig Zweifel zu säen und den Leser in bestimmte Richtungen zu lenken. Ich hatte während des Lesens so viele Theorien und irgendwann wirklich jeden verdächtigt. Genau das hat das Buch für mich so spannend gemacht, weil man ständig dachte, man hätte endlich alles verstanden und kurz darauf wurde wieder alles auf den Kopf gestellt. Das Ende war einfach nur Wahnsinn. Wirklich jede Kleinigkeit fügt sich irgendwann zusammen und plötzlich ergeben auch scheinbar unwichtige Momente Sinn. Ich saß mehrmals einfach nur sprachlos da. Dieses Buch war spannend, emotional, teilweise richtig schockierend und voller Wendungen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe bis zum Schluss mitgerätselt.






Sie kann dich hören von Freida McFadden

Du kannst sie nicht sehen. Aber sie kann dich hören. Und ehe du es begreifst, hat das tödliche Spiel längst begonnen...



Seiten: 368
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453274662
Erschienen am: 11. April 2024
Preis: 17,00 Euro
Genre: Thriller


Klappentext:

Millie Calloway hat einen neuen Job. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hilft sie einem reichen Paar aus Manhattan im Haushalt. Ihr Arbeitgeber Douglas Garrick wirkt nett, und zum Glück stellt er ihr nicht zu viele Fragen zu ihrer Vergangenheit. Doch warum darf Millie nicht mit seiner Frau Wendy sprechen? Was bedeuten das Weinen, das sie aus dem verschlossenen Zimmer hört, und die Blutflecke auf Wendys Kleidung? Ist Douglas in Wahrheit nicht der fürsorgliche Ehemann, der er vorgibt zu sein? Millie weiß nur eins: Sie muss Wendy helfen. Auch wenn sie damit riskiert, dass ihr dunkelstes Geheimnis doch noch ans Licht kommt.

Rezension:

Millie versucht inzwischen, sich ein neues Leben aufzubauen. Neben ihrem Studium hält sie sich mit Babysitter- und Haushaltsjobs über Wasser. Doch nachdem sie erneut einen Job verliert, scheint ein neues Angebot genau das Richtige zu sein. In einem luxuriösen Apartment soll sie mehrmals die Woche kochen und den Haushalt übernehmen. Doch schnell fällt ihr auf, dass mit der Ehefrau ihres neuen Arbeitgebers etwas nicht stimmt. Die Frau verlässt kaum ihr Zimmer, wirkt verängstigt und ihr Verhalten wirft immer mehr Fragen auf. 

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich sagen, am Anfang hatte ich kurz das Gefühl, dass mir der erste Teil ein kleines bisschen besser gefallen hat. Die Geschichte startet eher ruhig und baut die Spannung langsam auf. Aber genau das war am Ende eigentlich genial gemacht, denn nach und nach setzt sich alles wie ein Puzzle zusammen und plötzlich ergibt jede Kleinigkeit Sinn. Besonders spannend fand ich diesmal die Charaktere. Vor allem die Ehefrau des neuen Arbeitgebers war unglaublich interessant dargestellt. Man wusste die ganze Zeit nicht, wem man wirklich trauen kann und genau dieses Gefühl hat mich komplett durch das Buch getragen. Die Autorin schafft es einfach unglaublich gut, mit Erwartungen zu spielen und den Leser immer wieder in die falsche Richtung denken zu lassen.

Auch Millie mochte ich wieder total gerne. Sie hat dieses starke Bedürfnis zu helfen und gerät dadurch immer wieder in schwierige Situationen. Brok fand ich dagegen teilweise etwas anstrengend, weil er sehr drängend wirkte und Millie oft zu Entscheidungen gedrängt hat, obwohl sie offensichtlich noch Zeit gebraucht hätte.

Der Schreibstil war wieder super flüssig und gerade als Hörbuch ein absoluter Genuss. Man ist sofort mitten in der Geschichte drin und möchte ständig weiterhören. Vor allem die zweite Hälfte hatte es wirklich in sich. Die Wendungen waren genial aufgebaut und ich saß mehrmals sprachlos da. Für mich war auch dieser Teil wieder ein absolutes Highlight.







Paris Bloodline: Die ersten Stunden der Nacht von Silvia Wolf

 


Seiten: 448
Verlag: Lykan
ISBN: 978-3982845906
Erschienen am: 10. Mai 2026
Preis: 15,00 Euro
Genre: Romantasy /Fantasy


Klappentext:

Eine junge Magierin, ein geheimnisvoller Vampir und ein Kampf, den sie nur gemeinsam meistern können. Nur Magier stehen zwischen normalen Menschen und der Herrschaft der Vampire. Zu dumm, dass die meisten Magier das Kämpfen verlernt haben und eine skrupellose Vampirfraktion die Macht an sich reißen will. Der Vampir Victor braucht die unerfahrene Lebensmagierin Julia, um den aufziehenden Krieg zu verhindern. Julia wird in eine Welt hineingezogen, die sie kaum versteht. Ihre Gefühle spielen verrückt und jeder scheint es auf sie abgesehen zu haben. Einige versehentliche Explosionen, ein Todesurteil und eine Reihe verschwundener Magier später muss Julia sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht – und ob sie das Zeug hat, in dieser neuen, gefährlichen Welt zu überleben.

Rezension:

Julia geht für ein Jahr nach Paris, um in einem Krankenhaus zu arbeiten und sich sowohl beruflich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Doch Julia ist nicht nur eine angehende Medizinstudentin mit dem Wunsch, Menschen zu helfen, sie besitzt auch eine ganz besondere Fähigkeit: Sie kann Lebenslinien sehen und dadurch Krankheiten oder Auffälligkeiten erkennen. In Paris zieht sie bei ihrer sympathischen Mitbewohnerin Linda ein, doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird klar, dass hinter ihrem neuen Leben weit mehr steckt, als sie ahnt. Lindas Freund Pierre reagiert seltsam auf Julia, geheimnisvolle Beobachtungen häufen sich und plötzlich wird sie immer tiefer in eine Welt voller Magie, Gefahren und verborgener Wahrheiten hineingezogen. Durch Victor erfährt Julia schließlich nicht nur mehr über diese unbekannte Welt, sondern auch über sich selbst.

Meine Meinung:

Mich hat die Geschichte wirklich schnell gepackt, weil man direkt spannend in Julias neues Leben in Paris eintaucht und sich von Anfang an viele geheimnisvolle Fragen stellen. Besonders interessant fand ich die Verbindung aus Medizin, Magie und Julias besonderer Fähigkeit, die der Geschichte nochmal etwas Eigenes verleiht. Dadurch hebt sich die Handlung für mich von vielen anderen Fantasygeschichten ab und sorgt dafür, dass man neugierig bleibt. Julia mochte ich als Protagonistin sehr, weil sie nicht nur mutig und neugierig ist, sondern auch ihre hilfsbereite, starke und gleichzeitig menschliche Seite behält. Gerade ihre persönliche Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen, weil sie immer tiefer in eine Welt hineingezogen wird, die voller Gefahren, Geheimnisse und neuer Erkenntnisse steckt. Auch die Begegnungen mit den verschiedenen Charakteren bringen immer wieder Spannung in die Geschichte und sorgen dafür, dass man wissen möchte, wem man vertrauen kann und welche Geheimnisse noch verborgen liegen. Besonders die geheimnisvolle Atmosphäre, die magischen Elemente und die spürbare Dynamik zwischen den Figuren haben mich oft sehr gefesselt. Teilweise waren mir einige actionreichere oder längere Passagen persönlich etwas ausführlicher, da mich vor allem die geheimnisvollen, emotionalen und magischen Aspekte besonders angesprochen haben. Trotzdem bleibt die Geschichte insgesamt spannend, abwechslungsreich und entwickelt sich immer weiter.

Insgesamt ist es ein fesselnder Auftakt mit einer interessanten Grundidee, einer starken Hauptfigur und vielen spannenden Entwicklungen, der Lust darauf macht, noch tiefer in diese magische Welt einzutauchen.







Wenn Sie wüsste von Freida McFadden

 Wenn du glaubst, diese Geschichte zu durchschauen, fängt sie erst an...


Seiten: 400
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453442153
Erschienen am: 12. Juni 2024
Preis: 13,00 Euro
Genre: Thriller


Klappentext:

Millie kann ihr Glück kaum fassen, als die elegante Nina ihr die Stelle als Haushaltshilfe inklusive Kost und Logis bei ihrer Familie auf Long Island anbietet. Schließlich hat sie eine Vergangenheit, von der niemand etwas wissen soll. Doch kaum ist Millie eingezogen, zeigt Nina ihr wahres Gesicht: Sie verwüstet das Haus und unterstellt ihr Dinge, die sie nicht getan hat. Ihre verwöhnte Tochter behandelt Millie ohne jeden Respekt. Nur Ninas attraktiver Mann Andrew ist nett zu ihr. Wäre da nur nicht Ninas wachsende Eifersucht. Hat sie Millie nur eingestellt, um ihr das Leben zur Hölle zu machen? Oder hat auch sie ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas erfahren darf?

Rezension:

Millie ist ehemalige Strafgefangene und dringend auf der Suche nach einem neuen Job. Sie lebt in ihrem Auto, schläft auf der Rückbank und versucht irgendwie, wieder auf die Beine zu kommen. Umso überraschter ist sie, als sich Nina Winchester tatsächlich nach dem Vorstellungsgespräch bei ihr meldet und ihr den Job als Hausmädchen anbietet. Nicht nur das: Sie darf sogar in dem riesigen Haus wohnen und endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen. Zu Beginn wirken die Aufgaben eigentlich ganz normal. Millie putzt, räumt auf, kauft ein und kümmert sich um den Haushalt. Doch schnell merkt sie, dass in diesem Haus irgendetwas nicht stimmt. Kaum hat sie das komplette Chaos beseitigt, sieht es am nächsten Morgen wieder aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Nina verhält sich oft seltsam, gibt widersprüchliche Anweisungen und sorgt immer wieder für Situationen, bei denen man sich fragt, was eigentlich mit ihr los ist.

Meine Meinung:

Genau das hat mich komplett in die Geschichte gezogen. Dieses alltägliche Housekeeping-Setting wirkt anfangs fast ruhig und gewöhnlich, aber gleichzeitig liegt die ganze Zeit eine unangenehme Spannung in der Luft. Ich habe ständig überlegt, wem man überhaupt noch trauen kann und was hinter diesem Verhalten steckt.

Besonders stark ausgearbeitet fand ich Nina. Eine reiche Hausfrau, die völlig einen an der Klatsche hat und absichtlich Chaos veranstaltet. Mal war sie freundlich, mal komplett unberechenbar und genau dieses Verhalten hat mich ständig zweifeln lassen. Ich wusste irgendwann überhaupt nicht mehr, was ich von ihr halten soll. Während Nina immer chaotischer und unberechenbarer wirkt, erscheint Andrew wie der perfekte Ehemann. Genau diese Dynamik zwischen den Figuren hat die Spannung für mich so besonders gemacht. Millie möchte sich nach ihrer Vergangenheit endlich wieder ein normales Leben aufbauen. Genau deshalb hält sie an dem Job fest und kämpft sich trotz aller chaotischen und seltsamen Situationen immer weiter durch den Alltag in diesem Haus. Während man sie begleitet, wird man gleichzeitig wütend, sprachlos und hat immer mehr Mitleid mit ihr, weil man ständig hofft, dass sie irgendwie aus dieser Situation herauskommt. Gleichzeitig waren Millies Gedanken oft unglaublich witzig und sarkastisch, sodass mich manche Szenen trotz der angespannten Stimmung wirklich zum Lachen gebracht haben.

Der Schreibstil war unglaublich flüssig und leicht zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es gab ständig neue Erkenntnisse, neue Zweifel und Wendungen, die alles wieder verändert haben. Es gab ständig neue Zweifel, Missverständnisse und Situationen, bei denen man irgendwann selbst nicht mehr wusste, was man glauben soll. Für mich definitiv eines der besten und spannendsten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Der Hype darum ist absolut berechtigt.









Moth Dark: Verwoben in Dunkelheit von Kika Hatzopoulou

 



Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3743225794
Erschienen am: 13. Mai 2026
Preis: 19,95 Euro
Genre: Young Adult / Dark Fantasy


Klappentext:

Von der Dunkelheit angezogen ... wie die Motte vom Licht

Sascia war schon immer fasziniert von der Dunkelheit – und von der Dark-Welt, die durch Portale mit der Erde verbunden ist. Als junge Forscherin im Umbra-Programm will sie unbedingt mehr darüber herausfinden. Doch dann begegnet sie Nugau, dem Thronerben der Dark-Welt, und erfährt, dass ihre Arbeit im Programm dazu verwendet werden soll, sein Volk anzugreifen. Sascia gerät zwischen die Fronten und erkennt, dass sie eine Schlüsselfigur im Krieg zwischen Raum und Zeit ist – und dass Nugau alles riskieren wird, um sein Volk zu retten. Begleitet von Motten, die ihre Schicksale miteinander verwoben haben, kämpfen Sascia und Nugau bald nicht nur für den Frieden, sondern auch füreinander.

Rezension:

Sascia führt Touristen zu den geheimnisvollen Darklöchern von New York, wo Mutige nach leuchtenden Wesen aus der Dunkelheit angeln. Gleichzeitig studiert sie im Umbra Projekt die faszinierende Darkwelt, zu der sie seit ihrer Kindheit eine besondere Verbindung hat. Vor allem Motten reagieren auf eine Weise auf sie, die sie selbst nicht ganz versteht. Doch je tiefer Sascia in die Geheimnisse des Dark eintaucht, desto mehr wird ihr Leben von dieser rätselhaften Welt beeinflusst.

Meine Meinung:

Die Geschichte startet mit einer wirklich faszinierenden Grundidee und einem sehr besonderen Setting, das mich anfangs neugierig gemacht hat. Gerade das Worldbuilding ist unglaublich kreativ, detailreich und definitiv komplex aufgebaut. Man merkt schnell, wie viel Planung und wie viele Gedanken hinter dieser Welt stecken. Besonders die düstere Atmosphäre, die ungewöhnlichen Fantasy Elemente und die vielen Rätsel rund um diese fremde Welt machen den Einstieg spannend. 

Im Verlauf wurde mir persönlich die Handlung allerdings oft etwas zu komplex und stellenweise auch zu verwirrend, weil sehr viele Informationen, Zusammenhänge und neue Aspekte gleichzeitig auf den Leser treffen. Ich konnte absolut erkennen, wie durchdacht die Geschichte konstruiert ist, hatte aber manchmal das Gefühl, mehr mit Verstehen als mit Mitfühlen beschäftigt zu sein. Dadurch blieb für mich auch die emotionale Bindung stellenweise etwas hinter meinen Erwartungen zurück.

Trotzdem finde ich es beeindruckend, wie viel mehr dieses Buch eigentlich sein möchte als nur eine Fantasygeschichte. Zwischen den Zeilen stecken viele spannende Gedanken über Identität, Akzeptanz, Vorurteile, Macht und gesellschaftliche Strukturen. Gerade diese tieferen Botschaften und die spürbare Intention der Autorin fand ich wirklich stark. Auch wenn die Geschichte selbst am Ende nicht komplett meine persönliche Fantasywelt war, kann ich absolut wertschätzen, wie intelligent, vielschichtig und mutig dieses Buch geschrieben wurde.







Der Traum der Nomadin von Jonas Pöltl

 


Seiten: 324
Verlag: BoD
ISBN: 978-3695195954
Erschienen am: 2. Dezember 2025
Preis: 12,99 €
Genre: Selbstfindung / Mindset



Klappentext:

Von nichts träumt die 16-jährige Carla sehnlicher als von Freiheit. Doch dazu scheint sie nicht geboren. Seit ihrer frühesten Kindheit ist es ihre Pflicht, für den Haushalt und für ihre kleine Schwester zu sorgen. Und nun soll sie an einen einflussreichen Adligen verheiratet werden - als Zweitfrau. Das ist der Moment, an dem Carla beschließt, auszubrechen. Der Rat einer geheimnisvollen Greisin verleiht ihr den Mut, endlich der Stimme ihres Herzens zu folgen. Carla zieht los in die wunderschöne und zugleich unerbittliche Weite der Wüste. Aber ihr zukünftiger Ehemann denkt gar nicht daran, sie einfach so gehen zu lassen. Er macht Jagd auf die Frau, die ihm versprochen wurde, denn niemand stiehlt ihm sein Eigentum. Wird es Carla gelingen, ihr Schicksal neu zu schreiben?

Rezension:

Carla kann nicht glauben, dass ihr Vater sie als Zweitfrau an seinen wohlhabenden Geschäftspartner verheiraten will. Da sie sich weder in ihrem Zuhause noch mit der Zukunft, die für sie geplant wurde, wohlfühlt, trifft sie eine mutige Entscheidung. Sie will fliehen. Nach einer besonderen Begegnung auf dem Markt beginnt Carla, über ihr Leben und ihre eigenen Wünsche nachzudenken  und beschließt, ihrem vorbestimmten Schicksal zu entkommen. Doch ihr zukünftiger Ehemann denkt nicht daran, sie einfach ziehen zu lassen, und schon bald wird aus ihrem Wunsch nach Freiheit eine gefährliche Flucht.

Meine Meinung:

Schon die ersten Seiten haben mich wirklich sofort gepackt. Der Einstieg ist unglaublich atmosphärisch und spannend, weil man direkt mitten in Carlas Welt geworfen wird. Allein die Vorstellung, dass ihr Leben bereits für sie geplant wurde und sie ohne echte Mitsprache verheiratet werden soll, sorgt direkt für starke Emotionen. Gerade ihre inneren Gedanken am Anfang fand ich unglaublich interessant, weil man sofort spürt, wie sehr sie sich innerlich gegen dieses Schicksal sträubt, auch wenn sie es aus Respekt nicht offen ausspricht. Genau dieser Konflikt hat mich direkt neugierig gemacht.

Auch der Schreibstil hat mich anfangs wirklich beeindruckt. Er war bildhaft, fesselnd und irgendwie besonders, weil ich so eine Art zu schreiben bisher noch nicht gelesen hatte. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie Carla mit dieser Situation umgeht. Besonders spannend fand ich außerdem die gesellschaftlichen Strukturen dieser Welt, in der Frauen offensichtlich deutlich weniger Mitspracherecht haben und vieles einfach über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Dieses Thema rund um Fremdbestimmung, Tradition und gesellschaftliche Erwartungen fand ich sehr interessant und auch emotional stark. Gerade deshalb mochte ich anfangs auch sehr, dass Carla nicht einfach still ihren vorgegebenen Weg akzeptiert, sondern sich innerlich und später auch äußerlich dagegen auflehnt. Ihre Entwicklung und ihr Wunsch nach Freiheit waren für mich zu Beginn definitiv die größte Stärke des Buches.

Mit der Zeit veränderte sich für mich allerdings der Schwerpunkt der Geschichte immer stärker. Anfangs standen Carlas Erlebnisse, ihre Flucht und ihre Entwicklung noch klar im Vordergrund, doch nach und nach nahmen die vielen Lebensweisheiten, Anekdoten und philosophischen Lektionen immer mehr Raum ein. Was zu Beginn noch interessant und dosiert wirkte, wurde für mich irgendwann deutlich zu viel. Immer häufiger hatte ich das Gefühl, nicht mehr einer Geschichte zu folgen, sondern eher einem Mindset- oder Selbsthilfebuch in Romanform.

Besonders im mittleren Verlauf wurde mir dieser Aspekt stellenweise zu dominant. Viele Dialoge wirkten auf mich irgendwann weniger wie natürliche Gespräche, sondern eher wie lange Vorträge oder Lebenslektionen. Dadurch rückte die eigentliche Handlung für mich oft in den Hintergrund, obwohl gerade die Grundidee der Geschichte eigentlich sehr viel Potenzial hatte.

Das war für mich letztlich auch der größte Kritikpunkt: Der Klappentext hat für mich deutlich stärker einen emotionalen Fluchtroman mit spannender Entwicklung vermittelt, während ich persönlich am Ende sehr viel mehr Lebensphilosophie und Selbstfindung bekommen habe, als ich erwartet hatte. Das ist sicherlich Geschmackssache, und ich kann mir gut vorstellen, dass Leserinnen und Leser, die genau solche Themen lieben, hier viel für sich mitnehmen können. Für mich persönlich wurde es stellenweise jedoch eher anstrengend, weil mir die Balance zwischen Story und Botschaft irgendwann nicht mehr gepasst hat.

Trotzdem möchte ich klar sagen, dass die Grundidee, viele emotionale Ansätze und auch einige starke Momente definitiv vorhanden waren. Dieses Buch ist für mich deshalb kein schlechtes Buch, sondern vielmehr eines, dessen Schwerpunkt einfach sehr stark in eine Richtung geht, die man mögen muss. Wer viel Wert auf Selbstfindung, Lebensweisheiten und philosophische Gedanken legt, könnte hier deutlich mehr Freude haben als ich. Ich persönlich hätte mir einfach gewünscht, dass die eigentliche Geschichte rund um Carla und ihren Weg noch stärker im Mittelpunkt geblieben wäre.






Follow You von Crystal May

 


Seiten: 400
Verlag: Black Edition
ISBN: 978-3989427617
Preis: 18,90 €
Genre: Dark Romance



Klappentext:

Du gehörst mir, Ruby.

Ich habe dich beobachtet, habe jede Bewegung studiert. Du weißt es noch nicht, aber du wirst meine perfekte kleine Puppe sein. Dein Widerstand ist nur ein Teil des Spiels – du wirst verstehen, dass es kein Entkommen gibt.

Ich jage dich. Ich breche dich. Du bist mein Meisterwerk.

Von dem Moment an, als Ruby in dieses einsame walisische Dorf zog, wusste ich, dass sie die Richtige ist. So zerbrechlich. So einsam. Sie wird niemand vermissen – genau wie ich es mag.

Monatelang habe ich sie beobachtet, jede ihrer Bewegungen studiert, ihren Duft eingeatmet. Jetzt ist die Zeit gekommen, sie in meine Welt zu holen. In meinem Anwesen Ceffyl-dŵr Hall wird sie meine kleine Puppe sein. Meine perfekte Kreation. Ich werde sie brechen, formen, kontrollieren – bis sie mir gehört. Körper und Seele.

Doch Ruby ist anders. Sie will entkommen, obwohl sie spürt, dass wir füreinander bestimmt sind. Jedes Mal, wenn sie flieht, jage ich sie, bis sie aufgibt. Bis sie versteht, dass es kein Entrinnen gibt. Ich habe Frauen getötet, die weniger Widerstand geleistet haben. Aber Ruby? Sie ist mehr als ein Spielzeug. Sie ist mein Meisterwerk. Und ich lasse mein Meisterwerk niemals gehen.

Rezension:

Ruby ahnt nicht, dass sie längst ins Visier eines gefährlichen Mannes geraten ist. Shane, ein brutaler Stalker, Entführer und Täter, beobachtet sie bereits seit längerer Zeit und wartet nur auf den perfekten Moment, sie zu seiner nächsten Beute zu machen. Als sich ihre Wege schließlich kreuzen, beginnt für Ruby ein verstörender Albtraum. Shane jagt sie, überwältigt sie und verschleppt sie in sein abgelegenes Zuhause.

Meine Meinung:

Mich hat das Buch von Anfang an komplett gepackt, weil es unglaublich leicht zu lesen ist und die Seiten dadurch nur so dahinfliegen. Der Schreibstil ist direkt, düster und fesselnd, ohne unnötig kompliziert zu sein, sodass ich sofort in dieser verstörenden, intensiven Dynamik zwischen Ruby und Shay gefangen war. Gerade weil die Geschichte so konsequent erzählt wird, entwickelt sich ein echter Sog, bei dem ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders spannend fand ich, wie die Atmosphäre konstant bedrückend, schockierend und gleichzeitig wahnsinnig packend bleibt. Wichtig ist für mich aber auch ganz klar: Bevor man dieses Buch liest, sollte man unbedingt die ersten Seiten inklusive Triggerwarnungen und Hinweis aufmerksam lesen. Das hier ist Fiktion… eine düstere, extreme Geschichte und keine Anleitung für die Realität. Wer nicht zwischen Fantasie, Dark Fiction und echtem Leben unterscheiden kann oder genau weiß, dass solche Themen nichts für ihn sind, sollte lieber darauf verzichten, statt das Buch im Nachhinein unfair für genau die Inhalte schlecht zu bewerten, vor denen von Anfang an deutlich gewarnt wird. Für mich war es genau das, was es sein wollte: verstörend, extrem und trotzdem absolut fesselnd.







Bis ans Meer von Peggy Patzschke

 


Seiten: 449
Verlag: Atb
ISBN: 978-3746642857
Erschienen am: 15. April 2026
Preis: 10,99 € bis 22,00 €
Genre: Familienroman, Historischer Roman



Klappentext:

Schlesien, 1945: Nur mit dem Nötigsten am Leib und bei minus 30 Grad muss Frieda über Nacht mit ihrer Tochter fliehen. Ihr Mann Karl ist an der Front. Frieda und er haben einander versprochen, sich wiederzufinden – ohne zu ahnen, welchen Preis Frieda dafür zahlen wird. 

Jahrzehnte später fragt sich ihre Enkelin, warum sie jene Bindungen, nach denen sie sich doch sehnt, nicht eingehen kann. Woher rührt die Angst vor Nähe? Als sie sich auf Spurensuche in ihrer Familie begibt, entdeckt sie eine dramatische Geschichte, die bis in die Gegenwart wirkt. 

Erzählt nach der Familiengeschichte von Fernsehmoderatorin Peggy Patzschke

Um ein Nachwort der Autorin ergänzt

Ausgezeichnet mit dem ZukunftErbe-Preis 2025

Rezension:

Im Mittelpunkt steht Frieda mit ihrer Familie. Karl und ihre beiden Kinder, deren Leben durch den Zweiten Weltkrieg tief erschüttert wird. Krieg, Verlust und Trennung stellen ihre Liebe und ihr Versprechen, trotz allem für immer zusammenzugehören, auf eine harte Probe.

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch wirklich tief berührt und emotional deutlich mehr mitgenommen, als ich anfangs erwartet hätte. Friedas Geschichte und das Schicksal ihrer Familie gingen mir stellenweise so nah, dass mich manche Momente fast zu Tränen gerührt haben. Gerade die vielen schweren, demütigenden und erschöpfenden Situationen wirkten unglaublich intensiv, weil sie so eindringlich beschrieben wurden, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, Friedas Belastung, ihre Kraftlosigkeit und ihren inneren Kampf regelrecht mitzufühlen. Genau diese greifbare Darstellung von Verlust, Entbehrung und menschlicher Stärke hat mich besonders beeindruckt.

Besonders begeistert haben mich außerdem die kurzen Kapitel und die wechselnden Zeitsprünge, weil dadurch durchgehend Spannung aufgebaut wurde und ich jedes Mal neugierig war, welches Jahr oder welcher Abschnitt als Nächstes folgt. Das hat die Geschichte für mich unglaublich lebendig gemacht, ohne jemals verwirrend zu wirken. Auch das Setting rund um Brieg in Schlesien fand ich wahnsinnig spannend, gerade weil dieser Ort historisch so viel Veränderung erlebt hat und heute unter anderem Namen zu Polen gehört. Beim Lesen wird man fast automatisch neugierig, recherchiert Orte, Hintergründe und geschichtliche Zusammenhänge und taucht dadurch noch tiefer in die Geschichte ein.

Obwohl ich mich früher im klassischen Geschichtsunterricht oft schwergetan habe, zeigt mir genau dieses Buch wieder, wie faszinierend Geschichte sein kann, wenn sie durch persönliche Schicksale, Familiengeschichten und emotionale Erlebnisse erzählt wird. Gerade historische Romane schaffen es für mich, vergangene Zeiten viel greifbarer zu machen als bloße Fakten. Auch die Einblicke in die damaligen Lebensumstände, Ängste und Erlebnisse haben mich sehr bewegt, weil sie zeigen, wie viel hinter den großen geschichtlichen Ereignissen tatsächlich an menschlichen Erfahrungen steckt. Für mich war dieses Buch deshalb nicht nur eine bewegende Familiengeschichte, sondern auch ein Roman, der mich emotional erschüttert, neugierig gemacht und mir erneut gezeigt hat, wie sehr Bücher berühren, bilden und lange nachhallen können. Ich habe diese Geschichte sehr genossen und werde sie definitiv nicht so schnell vergessen.







Sieben Tage im Juni: Eine große Liebe, die alles überdauert von Tia Williams

 


Seiten: 400 Seiten
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3757701987
Erschienen am: 27.April 2026
Preis: 16,00 Euro
Genre: Romance


Klappentext:

15 Jahre Schweigen - und 7 Tage für eine zweite Chance

Als sich die erfolgreiche Erotikautorin Eva und der gefeierte Schriftsteller Shane auf einem Literatur-Panel wiederbegegnen, knistert es heftig. Denn was niemand ahnt: Sie kennen sich längst. Vor Jahren verband sie eine leidenschaftliche Woche - und ein Geheimnis. Nun prallen alte Gefühle und neue Zweifel in einem heißen Sommer in Brooklyn aufeinander. Eine witzige, kluge und hochemotionale Liebesgeschichte über Sünden der Vergangenheit, Vergebung und die Kraft, sich erneut zu öffnen.

Rezension:

Am Anfang lernen wir Eva kennen, eine erfolgreiche Erotikautorin, die jedoch mit starken Migräneanfällen und den Anforderungen ihres Berufs zu kämpfen hat. Als kurzfristig ein Platz auf einer Autorenveranstaltung frei wird, organisiert ihre Mitarbeiterin, dass Eva daran teilnehmen kann. Dort trifft sie auf andere Autorinnen und bekommt unerwartet Aufmerksamkeit für ihre Buchreihe. Gleichzeitig begegnet sie Shane wieder…einem Mann aus ihrer Vergangenheit, der eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt hat.

Am Anfang hat mich die Geschichte direkt angesprochen, vor allem durch die Idee rund um Eva als Erotikautorin und die Begegnung mit Shane. Besonders die Szenen zwischen den beiden, egal ob in der Vergangenheit oder Gegenwart, haben mich wirklich gefesselt. Da ist eine spürbare Spannung, viel Emotion und eine gemeinsame Geschichte, die unter die Haut geht. Was ich ebenfalls sehr stark fand, war die Darstellung von Evas Migräne. Da habe ich mich persönlich oft wiedergefunden, weil ich selbst weiß, wie belastend das sein kann. Viele Details wirkten auf mich sehr realistisch und haben das Ganze noch greifbarer gemacht. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit waren intensiv und teilweise wirklich schwer zu lesen. Gerade die Entwicklung von Eva und Shane und das, was sie gemeinsam durchgemacht haben, gibt der Geschichte viel Tiefe und erklärt vieles aus der Gegenwart. Allerdings gab es für mich auch einige Punkte, die meinen Lesefluss gestört haben. Besonders die vielen Nebenhandlungen rund um Evas Karriere, Meetings und verschiedene Nebenfiguren haben mich immer wieder aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen. Diese Passagen wirkten auf mich teilweise unübersichtlich und haben mich weniger interessiert als die Hauptstory. Ich bin mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen, vor allem durch die Beschreibung, die eher auf eine leidenschaftlichere und intensivere Liebesgeschichte hingedeutet hat. Tatsächlich liegt der Fokus aber deutlich stärker auf emotionaler Tiefe und der Aufarbeitung der Vergangenheit, was sicherlich viele Leser:innen anspricht, für mich persönlich war es dadurch stellenweise etwas langatmig. 

Insgesamt ist es für mich ein Buch mit starken Momenten, vor allem durch die Dynamik zwischen Eva und Shane, aber auch mit einigen Längen, die mich nicht komplett überzeugen konnten. Daher würde ich es mit soliden 3 Sternen bewerten, eine emotionale Geschichte, die jedoch nicht ganz meinem persönlichen Lesegeschmack entspricht.






War and Queens – Liebe kennt keine Grenzen Band 4

 


Seiten: 880
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453322394
Erschienen am: 12.04.2023
Preis: 18,00 Euro
Genre: Romantasy


Klappentext:

Nachdem die Blutkönigin Casteel in ihre Gewalt gebracht hat, erklärt Poppy ihr den Krieg. Sie ist fest entschlossen, ihre große Liebe zu retten und die Aufgestiegenen daran zu hindern, Atlantia und Solis einzunehmen. Doch der Kampf gegen die Aufgestiegenen ist erst der Beginn: In den Schatten sind uralte Mächte erwacht, die die Schrecken längst vergangener Zeiten mit sich bringen. Nun ist die Stunde gekommen, in der Poppy ihr Schicksal annehmen und die Prophezeiung erfüllen muss ...

Rezension:

Nachdem Casteel gefangen genommen wurde, will Poppy natürlich alles daransetzen, ihn so schnell wie möglich zurückzuholen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn neben der Rettung warten neue Gefahren, alte Geheimnisse und jede Menge Fragen, die plötzlich viel größer sind als gedacht. 

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich sagen, dieser Band war für mich bisher einer der anstrengenderen der Reihe. Der Einstieg hat sich für mein Empfinden extrem gezogen und gerade am Anfang hatte ich oft das Gefühl, dass viel zu wenig passiert, obwohl das Buch so viele Seiten hat. Natürlich wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, gerade weil ich die Reihe insgesamt liebe und endlich Antworten wollte, aber genau dieses „Jetzt kommt doch endlich mal was“ hatte ich hier leider ziemlich oft.

Viele Passagen waren für mich unnötig in die Länge gezogen, besonders innere Monologe, Wiederholungen und auch einige spicy Szenen, die mich diesmal ehrlich gesagt eher genervt als abgeholt haben. Normalerweise habe ich überhaupt kein Problem mit Spice, aber hier war ich oft einfach mehr an der eigentlichen Handlung interessiert und habe stellenweise sogar weitergeblättert, weil ich lieber wissen wollte, wie es storytechnisch weitergeht. Gerade wenn man die Charaktere schon so lange begleitet, hätte ich mir einfach mehr Fokus auf Entwicklung, Spannung und echte Enthüllungen gewünscht.

Gefühlt passiert in diesem Band über weite Strecken gar nicht so viel, beziehungsweise ein bis zwei zentrale Handlungsstränge werden auf sehr viele Seiten verteilt, was für mich zwischendurch wirklich zäh war. Trotzdem gab es besonders gegen Ende wichtige Entwicklungen und starke Verknüpfungen zur größeren Geschichte, die für mich einiges wieder rausgeholt haben. Genau diese Momente waren es dann auch, die mir gezeigt haben, warum dieser Band für die Reihe wichtig ist.

Insgesamt war „War and Queens“ für mich also definitiv kein schlechtes Buch, aber eines mit deutlichen Längen. Ich habe mich teilweise wirklich durchgekämpft, wurde aber zumindest mit wichtigen Erkenntnissen und spannenden Aussichten auf die Fortsetzung belohnt. Für Fans der Reihe ist dieser Band wahrscheinlich trotzdem unverzichtbar… ich hoffe nur, dass der nächste Teil wieder etwas mehr Tempo, mehr Handlung und weniger unnötiges Ziehen mitbringt.









REM von Sebastian Fitzek

 


Seiten: 320
Verlag: DROEMER
ISBN: 978-3426570760
Erschienen am: 19. März 2026
Genre: Psychothriller


Klappentext:

Schlafen. Träumen. Sterben. 

Stell dir vor, deine Träume wären nach dem Aufwachen nicht verschwunden, sondern aufgezeichnet worden. Du könntest sie dir jederzeit ansehen. Doch dann wäre dein nächster Schlaf dein letzter …Dies ist kein Fitzek-Thriller, wie du ihn erwartest. Annika Strauss und Sebastian Fitzek nehmen dich mit in eine neue, dunkle, übernatürliche Welt. Ein Albtraum, so intensiv, dass er dich nicht mehr loslässt.

»Du darfst nicht einschlafen!« Alysee ist vier Jahre alt, als ihr Vater sie panisch anfleht, um Himmels willen wach zu bleiben. Doch dem Mädchen fallen die Augen zu. Als sie wieder aufwacht, ist ihr Vater tot. Bestialisch ermordet. Das ist Alysees letzte und einzige Erinnerung an ihn. Ihre Mutter, die ebenfalls vor Jahren starb, hat sie nie kennengelernt. Als Vollwaise wächst Alysee mit ihrem besten Freund Nico bei einer Pflegefamilie auf; die Angst vor dem Einschlafen verlässt sie nie. 

Jahre später erfährt sie, dass ihr Vater ihr etwas vererbt hat, was das Geheimnis seines Todes lüften könnte. Sie tritt das Erbe an und lernt schnell, dass das grauenhafte Sterben erst seinen Anfang genommen hat ...

Rezension:

Am Anfang war ich ehrlich gesagt richtig neugierig. Die Geschichte startet düster, spannend und mit genau dieser unterschwelligen Unruhe, bei der ich unbedingt wissen wollte, was eigentlich dahintersteckt. Gerade das Thema Schlaf, Albträume und dieses ständige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, fand ich erstmal richtig atmosphärisch und spannend aufgebaut. Zu Beginn mochte ich besonders, dass vieles geheimnisvoll blieb und nach und nach Fragen aufgeworfen wurden. Man wird bewusst ein bisschen im Dunkeln gelassen, was mich erstmal eher neugierig gemacht hat als genervt. Ich wollte definitiv wissen, worauf das alles hinausläuft. Irgendwann wurde es für mich allerdings zunehmend wirrer. Die Handlung entwickelt sich in eine Richtung, die mich eher verwundert als wirklich abgeholt hat. Grundsätzlich mag ich überraschende Wendungen, aber hier wurde es mir stellenweise fast zu überladen und teilweise auch zu absurd. Dadurch hat die Geschichte für mich leider einiges von dem verloren, was den Einstieg so stark gemacht hat. Ich hatte zwischendurch immer wieder Momente, in denen ich gehofft habe, dass am Ende alles noch richtig clever zusammenläuft, aber für mich blieb eher ein Gefühl von Verwirrung zurück. Manche Ideen waren definitiv kreativ und anders, aber nicht alles hat sich für mich wirklich stimmig angefühlt. Insgesamt fand ich den Anfang deutlich stärker als das, was später daraus gemacht wurde. Keine schlechte Idee und definitiv ungewöhnlich, aber mich konnte es am Ende leider nicht so überzeugen, wie ich es mir nach dem spannenden Start erhofft hatte. Für mich eher ein durchwachsenes Leseerlebnis mit starkem Beginn und einem Verlauf, der mich irgendwann eher ratlos zurückgelassen hat.






A Song so Dark and Old: Das Echo der Sirenen von Mila Ilbach

 Wie soll man sich von jemanden fern halten, für den man so fühlt?


Seiten: 496
Verlag: Selfpublishing
Asin: 
B0GR5L6L2X
Preis: Kindle Unlimited bisher
Genre: Romantasy



Klappentext:

Auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern stößt Eirene in London auf Zale, zu dem sie sich auf sonderbare Weise hingezogen fühlt. Ihm zufolge sei Eirene eine Nachfahrin der Sirenen, jener sagenumwobenen Wesen, die Menschen mit ihrem Gesang beherrschen können. Eirenes Leben steht kopf. Sie als Gehörlose soll eine Sirene sein? Stimmen, die sie eigentlich nicht hören sollte, düstere Erinnerungsfetzen an ein brennendes Haus sowie die Faszination für den schroffen Atlas, der zu viel trinkt und zu wenig fühlt, lassen sie an dem zweifeln, was sie zu wissen glaubte.
Während Eirene mit ihren Gefühlen hadert, wird zunehmend klar: Sie steckt mitten in einem Kampf zweier verfeindeter Sirenenclans und ist zugleich der Schlüssel zu einem uralten Geheimnis, das alles verändert.


Rezension:

Das Buch dreht sich um Rin beziehungsweise Eirene, die gehörlos ist und trotzdem unbedingt in London studieren möchte, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Dort lernt sie Zale kennen, der ihr sofort sympathisch ist und sie ganz normal behandelt, ohne auf Abstand zu gehen, nur weil sie nicht hören kann. Während zwischen den beiden langsam eine Verbindung entsteht, stößt Rin immer mehr auf Dinge aus ihrer Vergangenheit, die sie eigentlich längst vergessen oder verdrängt hatte. Nach und nach gerät sie dadurch in eine Welt voller Geheimnisse, Spannungen und dunkler Wahrheiten.

Meine Meinung:

Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Wer auf der Suche nach einer fesselnden Romantasy mit einer ordentlichen Portion Spannung und tiefgehenden Emotionen ist, wird hier definitiv fündig.

Hier lernt man Charaktere kennen, die unter die Haut gehen. Besonders Atlas hat es mir angetan. Seine sympathische, teils chaotische Art sorgt für einen wunderbaren Einstieg, doch im Verlauf der Geschichte offenbart er eine tragische Komplexität, die mich emotional völlig unvorbereitet getroffen hat. Die Enthüllungen über seine Vergangenheit, geprägt von Manipulation und Trauma, machen ihn zu einer unglaublich vielschichtigen Figur. Die "Romeo und Julia"-Stimmung zu Beginn sorgt für ein intensives Prickeln und eine verbotene Anziehung, der man sich kaum entziehen kann.

Der Perspektivwechsel zu Rin hat für mich wunderbar funktioniert. Sie ist eine starke Protagonistin, deren Weg ich unglaublich gerne verfolgt habe. Besonders die authentische Darstellung ihrer Gehörlosigkeit und ihr Wille nach Unabhängigkeit haben mich beeindruckt. Die Verbindung zwischen Rin und Zale war ein weiteres Highlight. Ihre gemeinsame Dynamik fühlte sich ehrlich und besonders an. Ein heimlicher Star der Geschichte war für mich die Bruderbindung zwischen Atlas und Zale, die in den entscheidenden Momenten für echte Gänsehaut gesorgt hat.

Das Setting in London bietet die perfekte Bühne für diese düstere Welt der Sirenen. Die Autorin schafft es meisterhaft, eine Mischung aus Leichtigkeit und unterschwelliger Gefahr zu kreieren. Besonders die Postamt-Szene ist mir im Gedächtnis geblieben… sie war mysteriös, spannend und hat das Suchtpotenzial der Geschichte perfekt unterstrichen. Was dieses Buch aber besonders auszeichnet, sind die unvorhersehbaren Wendungen. Ein massiver Bruch in der Geschichte hat mich komplett schockiert zurückgelassen und das Ganze auf ein völlig neues Level gehoben. Auch wenn die politischen Verflechtungen und Machtregeln gegen Ende komplexer wurden, blieb die Spannungskurve konstant hoch.

„A Song so Dark and Old" ist für mich eine Geschichte voller Schmerz, Hoffnung und Rebellion. Trotz der düsteren Themen gab es immer wieder ruhige, hochemotionale Momente, die das Buch perfekt abrunden. Ein Muss für alle Fans von Slow-Burn und atmosphärischer Romantasy, die keine Angst vor heftigen Plottwists haben!








M VS F von Johannes Ulbricht

  Seiten: 446 Verlag: Blond ISBN: 978-3981729597 Erschienen am: 01. Dezember 2026 Preis: 25,00 Euro Genre: Literatur  Klappentext: Venni und...