Seiten: 464
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3743225794
Erschienen am: 13. Mai 2026
Preis: 19,95 Euro
Genre: Young Adult / Dark Fantasy
Klappentext:
Von der Dunkelheit angezogen ... wie die Motte vom Licht
Sascia war schon immer fasziniert von der Dunkelheit – und von der Dark-Welt, die durch Portale mit der Erde verbunden ist. Als junge Forscherin im Umbra-Programm will sie unbedingt mehr darüber herausfinden. Doch dann begegnet sie Nugau, dem Thronerben der Dark-Welt, und erfährt, dass ihre Arbeit im Programm dazu verwendet werden soll, sein Volk anzugreifen. Sascia gerät zwischen die Fronten und erkennt, dass sie eine Schlüsselfigur im Krieg zwischen Raum und Zeit ist – und dass Nugau alles riskieren wird, um sein Volk zu retten. Begleitet von Motten, die ihre Schicksale miteinander verwoben haben, kämpfen Sascia und Nugau bald nicht nur für den Frieden, sondern auch füreinander.
Rezension:
Sascia führt Touristen zu den geheimnisvollen Darklöchern von New York, wo Mutige nach leuchtenden Wesen aus der Dunkelheit angeln. Gleichzeitig studiert sie im Umbra Projekt die faszinierende Darkwelt, zu der sie seit ihrer Kindheit eine besondere Verbindung hat. Vor allem Motten reagieren auf eine Weise auf sie, die sie selbst nicht ganz versteht. Doch je tiefer Sascia in die Geheimnisse des Dark eintaucht, desto mehr wird ihr Leben von dieser rätselhaften Welt beeinflusst.
Meine Meinung:
Die Geschichte startet mit einer wirklich faszinierenden Grundidee und einem sehr besonderen Setting, das mich anfangs neugierig gemacht hat. Gerade das Worldbuilding ist unglaublich kreativ, detailreich und definitiv komplex aufgebaut. Man merkt schnell, wie viel Planung und wie viele Gedanken hinter dieser Welt stecken. Besonders die düstere Atmosphäre, die ungewöhnlichen Fantasy Elemente und die vielen Rätsel rund um diese fremde Welt machen den Einstieg spannend.
Im Verlauf wurde mir persönlich die Handlung allerdings oft etwas zu komplex und stellenweise auch zu verwirrend, weil sehr viele Informationen, Zusammenhänge und neue Aspekte gleichzeitig auf den Leser treffen. Ich konnte absolut erkennen, wie durchdacht die Geschichte konstruiert ist, hatte aber manchmal das Gefühl, mehr mit Verstehen als mit Mitfühlen beschäftigt zu sein. Dadurch blieb für mich auch die emotionale Bindung stellenweise etwas hinter meinen Erwartungen zurück.
Trotzdem finde ich es beeindruckend, wie viel mehr dieses Buch eigentlich sein möchte als nur eine Fantasygeschichte. Zwischen den Zeilen stecken viele spannende Gedanken über Identität, Akzeptanz, Vorurteile, Macht und gesellschaftliche Strukturen. Gerade diese tieferen Botschaften und die spürbare Intention der Autorin fand ich wirklich stark. Auch wenn die Geschichte selbst am Ende nicht komplett meine persönliche Fantasywelt war, kann ich absolut wertschätzen, wie intelligent, vielschichtig und mutig dieses Buch geschrieben wurde.


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