ZWEI WOCHEN UNDERCOVER. EIN LEBEN LANG WEGGESPERRT.
Seiten: 381
Erschienen am 9. April 2026
Genre: Psychothriller
Klappentext:
Stell dir vor, du bist gesund. Doch jeder, der dir helfen könnte, hält dich für verrückt.
Nina Winterfeld wollte die Story ihres Lebens. Doch in der geschlossenen Psychiatrie findet sie nur den absoluten Albtraum. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter sieben grausamen Morden gerät sie in ein perfides Netz aus Manipulation und psychischer Gewalt.
Ihr Handy? Weg. Ihre Identität? Gelöscht. Ihr Verstand? Am Limit.
Während die Ärzte ihre Fluchtversuche als psychotische Schübe abtun, rückt der wahre Killer immer näher. Nina muss entscheiden: Wem kann sie trauen, wenn sie sich selbst nicht mehr traut?
Rezension:
Nina ist Journalistin und ihr Kollege Sebastian bringt ihr einen Brief mit, der ohne Absender ist, aber es steht in dem Brief, dass ein gewisser Matthias Krüger unschuldig ist. Nina ist sofort Feuer und Flamme und möchte dem nachgehen. Doch keine Stelle die sie bittet ihr zu helfen macht einen Finger krumm. Der Mann hat gestanden und fertig. Damit ist die Sache geklärt und aufgeklärt. Hinterfragt wird scheinbar nichts. Dann entschließt sich Nina in die Anstalt als Undercover Ermittlerin in eigener Sache zu fungieren und plant alles bis ins kleinste Detail. Als sie sich nun in der Anstalt befindet kommt ihr das kalte Grauen entgegen. War es wirklich eine gute Entscheidung?
Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch als Leseexemplar auf Lovely Books gewonnen und bin froh, dass ich es lesen durfte und hiermit einen sehr talentierten Autor entdeckt habe, dessen Buch hier mir wirklich unter die Haut ging.
Wir lernen die Protagonistin Nina Winterfeld kennen, die sehr zielstrebig, neugierig und ehrgeizig ist. Vor allem wenn es um eine gute Story geht. Man liest förmlich wie sie mit dem Kopf durch die Wand geht. Wenn die eine Sache nicht klappt hat sie schon einen Plan B in petto. Ihr Kollege Sebastian möchte sie manchmal stoppen, aber wird dann von Nina einfach überrumpelt und mitgezogen. Wir haben hier die Psychoklinik als Setting, die natürlich sehr übertrieben dargestellt wird. Aber wir wollen als Leser ja diese düstere Atmosphäre fühlen. Dieses Alltag in der Klinik zu lesen tut wirklich weh und man fühlt sich fast selbst sehr schlecht, dass man dieses Elend gerade emotional miterleben muss. Nina wird irgendwann selbst manipuliert und gequält. Das zu lesen war brutal und verstörend.
Wir haben hier sehr viele kurze Kapitel und meistens wird dadurch das Setting oder der Protagonist gewechselt. Man wird selbst als Leser manipuliert und verwirrt, rätselt mit und verzweifelt selbst an allem. Gaslighting spielt hier eine Rolle und das macht das Ganze so fesselnd und erdrückend.
Wir haben hier auch mit Nebenprotagonisten zu tun. Diese sind alle auf ihre eigene Art interessant oder total krank, was aber irgendwie schon wieder Sympathie aufbaut.
Ansonsten haben wir thematisch mit moralische Grauzonen, Macht und Kontrolle und Manipulation zu tun.
Es ist aber durchgehend so verdammt spannend und es wird immer spannender. Es gibt viele Wendungen und Plot Twist und manchmal saß ich da und dachte mir: WTF
Aber ich habe trotz allem auch ein wenig Kritik anzubringen. Es gibt Sätze die wiederholen sich häufig und das so häufig, dass es mich schon manchmal genervt hat. Und ein bisschen Unrealismus war auch dabei. Gut, darüber sehe ich hinweg, denn es ist ja nun mal das Buch und die Story die trägt.
Ich persönlich war so vollkommen überrascht von diesem Buch, dass es mich so in den Bann zog. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, war emotional total mitgerissen. Es war manchmal sehr unangenehm, aber genau deshalb war es auch so gut.
Dieser Psychothriller war sehr intensiv, nicht perfekt, aber extrem fesselnd. Das bleibt auf jeden Fall im Kopf. Daher gebe ich auch 5 Sterne.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen