Grausam ist gar kein Ausdruck
Seiten: 576
Verlag: Blanvalet
ISBN:978-3442382590
Erschienen am: 11.11.2013
Preis: 12,00 €
Genre: Krimi
Ryan Lee ist verzweifelt, denn er hat Schulden und muss demjenigen das Geld zurückzahlen, bevor es sich durch Zinsen noch mehr erhöht. In seiner Not greift er zu einem Mittel was ganz und gar seinem Ideal widerspricht. Er sieht eine Frau auf einem Rastplatz und weit und breit kein Mensch, der ihn dabei beobachten könnte, wie er die Frau kidnappt.
Er schleicht sich heran und ehe die Frau reagieren kann, hat er sie auch schon betäubt und in sein Auto gezerrt. In einer Höhle, die niemand außer Ryan entdeckt hat, legt er die Frau in eine Holzkiste und schraubt diese zu, damit sie nicht fliehen kann.
Er macht sich auf den Weg nach Hause, um mit dem Mann von Vanessa Willard Kontakt aufzunehmen und eine Lösegeldforderung zu stellen. Doch dort erwartet ihn die Polizei schon wegen eines anderen Delikts, denn Ryan ist schon öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
Was passiert nun mit Vanessa? Kommt Ryan wieder aus dem Gefängnis frei, um sie zu befreien, vertraut er seine Tat, die ihn wahrscheinlich für viele viele Jahre ins Gefängnis bringt jemanden an oder kann er mit dem Gewissen leben, dass diese Frau einen schrecklichen Tod sterben wird, wenn sie nicht gerettet wird? Oder hat Ryan die Kiste nicht so gut verschlossen wie er glaubt und Vanessa befreit sich selbst?
Meine Meinung:
Ohne viel von dem Verlauf des Buches zu verraten, muss ich sagen, dass der Anfang schon sehr sehr spannend war. Leider war der Mittelteil meiner Meinung nach etwas langezogen und manche Seiten überflüssig.
Der Hund Max ist so toll beschrieben worden....der hat mir sehr gut gefallen.
Dazu kommt noch die Familie Reece. Alexia und Ken haben vier Kinder. Ken sorgt während er ein Buch über Schiffsbau (glaube ich) schreibt für die Kinder und ist mit allem total überfordert. Seine Frau Alexia arbeitet bei einer Zeitschrift als Chefredakteurin und ist total unterbezahlt und überfordert.
Nora ist eine sehr einsame Frau und lebt schon seit Jahren allein. Sie ist es, die sich später um Ryan kümmert, als er aus dem Gefängnis kommt. In ihrer Einsamkeit schreckt sie nicht zurück, sogar mit einem Verbrecher zusammen zu leben, von dem sie nicht weiß, was alles an Gewaltbereitschaft in ihm steckt.
Wie immer schreibt Charlotte Link in verschiedenen Abschnitten. Ist ein Kapitel zu Ende, geht es auch mit den nächsten Protagonisten weiter und deren Geschichte. Natürlich war dann auch an jedem Kapitelende ein Cliffhanger.
Was ich zu bemängeln habe, war eine Sache. Mir hat die Geschichte eines Protagonisten gefehlt. Wer das Buch gelesen hat, wird vielleicht wissen, was ich meine. Das hätte der Geschichte noch den richtigen Kick gegeben und deshalb bekommt das Buch von mir nur 4 Sterne.



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