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Das Haus der Verlassenen - Emily Gunnis

sehr mitfühlend geschrieben, spannend und berührend



Seiten: 416
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453423190
Erschienen am: 11.05.2020
Preis: 9,99 €
Genre: Familiensaga


Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, muss sie ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam einen flehentlichen Brief Ivys. Sie beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

Meine Meinung:

Romane über Familiengeheimnisse sind genau mein Ding. Deswegen war ich auch so gespannt auf diese Geschichte. Auch weil es heißt, dass dieser Roman in England bereits mehr als 700 Amazon-Rezensionen erhalten hat, war ich sehr gespannt, was mich erwartet.

Mich hat das Buch etwas an den Film "Die unbarmherzigen Schwestern" erinnert. Es kommt wirklich sehr nah ran. Das Grausame ist, dass es wirklich so etwas gab. Das St. Margaret´s Heim ist zwar ein fiktives Gebäude, doch gab es zahlreiche sogenannte Magdalenenheime in Irland, wo es sich teilweise so zugetragen hat.

Während des Lesens war ich wirklich erschüttert, denn ich habe mir das Geschehen bildlich vorgestellt. Wie mussten die Mädchen dort leiden und hart arbeiten, bis zur Geburt hin und auch gleich nach der Geburt weiter.

Ich bin selbst Mutter und habe mich an die Geburt meines Sohnes erinnert. Wie es mir ging und ich wie ich mich gefreut habe, als ich meinen Sohn in meinem Arm halten konnte. Der ganze Schmerz ist vergessen.

Und jetzt stellt man sich vor, dass man sein Kind nicht sehen darf und es auch noch gegen den Willen zur Adoption freigegeben wird. Es gibt nichts Schlimmeres.

Mich hat die Geschichte schon bis zur Hälfte so berührt, dass ich davon geträumt habe. Vor allem die Briefe, die Ivy verfasst hat sind sehr emotional gewesen.

Ein Kritikpunkt sind allerdings die Namen, die etwas vewirren. Elvira und Ivy. Da hätte sich die Autorin Namen aussuchen sollen, die sich nicht so gleich anhören. Deswegen war ich auch zwischendurch etwas verwirrt, wer jetzt wer ist.

Trotz allem verbirgt dieses Buch eine sehr spannende emotionale Reise durch Generationen und hat mich nur zwei Tage sehr gut unterhalten. Es war sehr schnell weggelesen.






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