Thomas R. Weaver kommt aus der KI-Forschung – so fundiert wie er schreibt keiner über künstliche Intelligenz!
Seiten: 545
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453323926
Erschienen am: 15. Oktober 2025
Preis: 17,00 Euro
Genre: Thriller
Klappentext:
Wir schreiben das Jahr 2050. Zehn Jahre ist es her, seit eine Hitzewelle vierhundert Millionen Menschen im Persischen Golf getötet hat – darunter auch die Frau des Journalisten Marcus Tully. Als ihm Informationen zugespielt werden, die darauf hinweisen, dass es keine Naturkatastrophe, sondern eine von Menschen gemachte war, nimmt er die Ermittlungen auf. Seine Recherchen führen ihn mitten ins Zentrum der geopolitischen Macht – mitten hinein in den Wahlkampf eines ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten, der erstmals gegen eine KI antritt. Schnell muss Tully feststellen, dass in dieser Welt voller Grautöne die Wahrheit nicht immer das ist, was sie zu sein scheint …
Rezension:
Am Anfang lernen wir den Journalisten Marcus Tully kennen, der seine Frau bei einer extremen Hitzekatastrophe im Persischen Golf verloren hat. Dieses Ereignis liegt zehn Jahre zurück, verfolgt ihn aber immer noch total, vor allem durch ein letztes Telefonat, das er sich immer wieder anhört.
Dann taucht plötzlich ein Whistleblower auf und gibt ihm einen Datenwürfel mit Aufnahmen aus Kuwait – kurz nach dieser Katastrophe. Darauf sind viele Tote zu sehen, und Tully sucht verzweifelt nach Hinweisen auf seine Frau. Gleichzeitig arbeitet er weiter als Journalist und veröffentlicht eine große Story, die extrem viel Aufmerksamkeit bekommt.
Nach und nach kommen erste Hinweise, dass diese Katastrophe vielleicht keine Naturkatastrophe war, sondern mit künstlicher Wettermanipulation zusammenhängt. Während Tully tiefer gräbt, wird klar, dass das Ganze politisch viel größer ist, als es zunächst scheint.
Meine Meinung:
Ich bin mit richtig hohen Erwartungen in dieses Buch gestartet, weil der Klappentext einfach unglaublich spannend klingt: Klimakatastrophe, politische Intrigen, eine KI als Präsidentschaftskandidat.. das hat mich sofort gecatcht. Ich hatte wirklich Lust auf eine düstere, intensive Geschichte mit viel Spannung.
Der Einstieg konnte mich auch kurzzeitig packen, vor allem die Hintergründe zur Katastrophe und das persönliche Schicksal des Protagonisten. Diese Momente hatten Tiefe und haben gezeigt, welches Potenzial in der Geschichte steckt.
Leider blieb es für mich genau dabei. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam und wirkt dabei oft unübersichtlich. Es werden viele Figuren eingeführt, deren Rollen lange unklar bleiben, und ich hatte zunehmend Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten. Statt Spannung aufzubauen, verliert sich die Geschichte für mich zu sehr in politischen Details und Gesprächen.
Auch emotional konnte mich das Buch nicht wirklich erreichen. Die Figuren blieben auf Distanz, und ich habe keine echte Verbindung zu ihnen aufgebaut. Dadurch fehlte mir der Sog, der mich sonst durch ein Buch trägt.
Die Grundidee ist wirklich stark, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen. Ich habe das Buch letztendlich abgebrochen, weil mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte.
Spannende Ansätze treffen auf eine für mich zu zähe und unübersichtliche Umsetzung. Es war leider kein Buch, das mich mitreißen konnte.


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